taicho tea time. MOVED

Im Endeffekt ist es eh jedem egal...

... was aus mir wird. Sascha natürlich ausgenommen. Ich glaube er ist tatsächlich der einzige Mensch auf erden der sich für mich interessiert. Schon traurig. Selbst meiner Mutter ist es egal was aus mir wird. Ich bin ja doch nur die Tochter meines Vaters. Unnütz und rebellisch. Und natürlich faul.
Was auch sonst. Woher ich das wohl habe?

Im Endeffekt ist es mir tatsächlich irgendwie egal was meine Mutter über mich denkt. Es ist mir bei fast jedem Menschen egal - Das heißt meine Lieblingsausnahme - Sascha - ist davon ausgeschlossen. Ich lege viel Wert auf seine Meinung. Aber ich schweife ab.
Der Grund warum ich so - sagen wir angefressen - bin, ist das es dieses mal tatsächlich um was Weltbewegendes geht. Zumindest würde es meine Welt bewegen. Meine Mutter ist zu faul oder sich zu fein in der Kur anzurufen. Wobei sie sagt sie erwarte eine Gegenleistung.
Ich fühle mich wie ein Querschnittsgelähmter, der seiner Pflegerin zur gegenleistung ein Trick auf einem Einrad vorführen soll. Es ist nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich das er es schafft.
Ich würde ja selbst anrufen, aber bin ich nur 17, sprich keine 18, und werde wohl keine Informationen bekommen. Ich werde trotzdem anrufen. Auch ein Querschnittsgelähmter versucht selbstständig zu sein, oder?
Aber er kann es, wahrscheinlich, nicht. Es wäre zum heulen, wäre ich nicht ich und ich bin nun einmal eine emotionslose Bitch mit Psychopaten Qualifikation. Nein. Sowas kommt nicht gut im Lebenslauf.
Aber ehrlich. Jetzt erst neulich - über Ostern hinweg - war die Patentochter meiner Mutter da. Jessica. Und am Freitag auch ihre Cousine Janine. Wir drei kennen uns schon seit immer. Wobei ich gute 2 Jahre älter bin als die beiden, aber das macht in unserer Zeit eh nicht viel aus. Die beiden haben halt diesen Begriff für alle Asiaten: Japse.
Ich hasse das Wort, wirklich. Und auch wenn ich mich aufregen wollte, ich konnte mich nicht aufregen. Wirklich nicht. Vor einem halben Jahr hätte ich die Bude auseinander genommen, aber jetzt? Es hat mich schon geärgert, aber bis auf ein paar böse Blicke und halb starke Prügel androhungen hab ich nichts zusammen bekommen.  Jetzt konnt man sahen Die hats in letzter Zeit doch eh nich' so mit den Japanern - und das dachte ich auch. Aber nichts, wirklich rein gar nichts hat mich am Wochenende Emotional bewegt. Weder die Witze meiner Patenschwester (sie hat dennoch ein paar Höfflichkeitslacher bekommen) noch das wirklich unmögliche benehmen meines Stiefbruders, dass im Augenblick ja alle aufregt und mich bestimmt hätte auch aufgeregt, wäre ich nicht wie ich im Augenblick.
Es ist komisch, wenn man weiß wann man toben sollte, es aber es nicht kann.
Wenn man weiß, dass man tiefverletzt sein sollte, es aber nicht ist.
Trägheit - Trantigkeit?
Die einzigen Emotionen sind die in meinen Geschichten und in der Traumwelt die ich gerne mal besuchen gehe. Und selbst hier ist es eher ein Kratzer im Lack, als ein Motorschaden. Und zu allem überfluss eine reine Illusion, wo der Gedanke an die Unmöglichkeit mich sogar etwas kränkt. Aber nur etwas. Ich habe mich daran gewöhnt oder viel mehr damit abgefunden, dass die Realität niemals wie die Vorstellung ist.
Die Fassade steht, die falschen Lacher beherrsche ich schon seit Jahren perfekt und solange ich Nick eine Einladung dümmlich über's Internet schicken kann und ihm sie nicht vorspielen muss, verspüre ich auch eine gewisse befriedigung. Ich stehe lieber als etwas blödlich imd skurriel da, als als Emo. Wie heißt der Spruch des unbekannten Erfinders?
Es ist einfacher zu lachen, als seine Tränen zu erklären?
So in die Richtung. Und er/sie/es hatte recht. Bekanntermaßen neige ich auch noch zum Ausschweifen und allein die Vorstellung allen dauernd die Geschichte, meine Geschichte, zu erzählen... das bereitet mir Bauchweh. Von sowas wird man emo.
Aber gerade das bin ich ja nicht. Emotional. Auch wenn viele das denken. Weil ich gute laune verbreite, über vermeindlich jeden Scherz lache und alles mitmache und gute Ideen zusteuere, aber dennoch die große Schwester für jeden Mime, den Kummerkasten und die Schulter an die man sich anlehnt. Wäre dann wohl nicht diese ausgeprägte merkwürdigkeit und mein äußeres, wäre ich wohl ein scheinbar perfekter Mensch. Der perfekte Freund bin ich ja sowie so für viele. Für viele die sich mir anvertrauen. Die Handvoll dennen ich mich anvertraue, was im Augenblick ja nur bei Sascha und einer unbekannten Zahl Schwarzlesern besteht, die dafür meine andere Seit nicht kennen, wissen das ich nicht so bin. Das ich vorher diese Verletzliche Seite hatte, die aber mittlerweile auch verschwunden ist. Aber ich glaube das hat keiner wirklich wahrgenommen, weil ich mich nicht anvertraue. Sogar Sascha spiele ich Emotionen vor. Bin ich nicht erbärmlich?
Aber zurück zum Thema; ich bin ein schlechter Mensch, dem alles egal ist und nicht erst seit gestern ernsthaft mit dem Selbstmordgedanken sp
ielt. Es hab ja schon einen nicht wirklich ernstgemeinten Versuch, aber beim nächsten mal werde ich es durch ziehen. Sowahr mein zweiter Vorname Rosa ist.
Aber dann ist ja noch die Sache mit den Menschen um mich, die vorgeben mich zu lieben und meinem wirklich ausgeprägten Gewissen, wegen dem ich sicherlich irgendwann einen Friedensnobelpreis erhalte. So ist mein Leben.
Ich hasse es. Wirklich. Weil auch wenn ich weiß das diese ironische Zukunftsvision niemals eintreten wird, so will ich trotzdem wissen was kommt. Wahrscheinlich nicht viel. Wahrscheinlich werde ich einsam zu grunde gehen. Als Hartz IV Empfänger, weil ich mein Abi niemals schaffen werde, weil meine Mutter niemals auf der Kur angerufen hat, wobei wir wieder am Anfang wären.
Das ich meiner Mutter egal bin, ist ja nichts neues. Ich gehe davon aus das ich ihr genau so egal bin, wie sie mir. Soll sie halt an ihrem Zucker verreken - noch besser an Lungenkrebs. Ihr gewähltes Schicksal. Man muss mit 38 kein Zucker - zumindest wenn man zu dem (wie ich ihn nenne) Fett-Typ gehört (angeborene Diabetes, dafür kann man ja auch nicht) - haben und auch nicht in Kinderjahren mit dem Rauchen anfangen. Sie hat sich beide Krankheiten selbstzuzuschreiben, auch wenn das hart klingt, hab ich nicht recht? Soll ich lieber dauernd rumheulen weil meine Mutter ach so krank ist?
Etwas was sie sich selbst zuzuschreiben hat?
Ich weiß - damit steh ich alleine da. Aber wer 30 Jahre raucht und Lungekrebs bekommt ist selber Schuld. Wer sein Lebenlang gesund lebt und dann der Gene wegen Brustkrebs bekommt, tut mir leid und ist vom Schicksal echt - pardon - gefickt worden. Wer besoffen Autofährt und stirbt, hat nicht nur gegen das Gesetzt verstoßen, sondern hat es auch verdient. Der arme Kerl im anderen Auto, oder der wegen Eis die Kontrolle verliert, der hatte es vielleicht auch verdient, aber sicherlich nicht selbstverursacht. Hasst mich ruhig. Es ist mir egal.
Meine Mutter wird wahrscheinlich eh nie Älter als 50 und selbst dann ist sie bestimmt ein Pflegefall um den ich mich nicht kümmern werde. Einerseits weil sie mir egal ist, andererseits weil ich dann selbst tod bin oder weil ich Kinder habe, die nicht mitansehen müssen, wie ihre Oma dahin geht.
Soll das ihr Sugar Prince, mein Bruder, machen. Die beiden sind eh viel dicker mit einander, mit gute Nachtkuss und kuscheln. Meine Mutter hat mich das letzte mal getröstet als mein Freund nach knapp 2 Jahren Schluss gemacht hatte. Vor einem Jahr. An eine erwiederte Umarmung - außer eben da - liegt schon länger zurück. Es ist ja nicht so als hätte ich es nicht mal versucht nähe zu suchen, aber wenn man immer, wirklich immer, dieses Was willst du? entgegen geworfen bekommt, und auch nach beteuerung der ehrlichkeit einer Umarmung ein Brauchst du Geld? an den Kopf geworfen bekommt... Na ja. Das kann runter ziehen und einen Emotional auslauchen.
Ich hab ja auch zu keinem meiner Freunde so eine Warme Bindung, das ich dauernd kuscheln will - eigentlich mag ich das ja auch nicht - aber manchmal in den Arm genommen zu werden, von einer nicht alkoholsierten Person, und gesagt zu bekommen, dass die Person einen Lieb hat... Man freut sich darüber. Ich freu mich auch darüber das Sascha sagt das ich ein tolles Kind bin, auch wenn er das als Lückefüller benutzt. Immerhin er Wertschetzt micht noch. Vielleicht desswegen meine hohe Meinung von ihm.
Ich bin mir sicher, es gibt mehr Menschen dennen ich nicht egal bin, aber sie zeigen es mir nicht. Warum sollte ich ihnen also was zurück geben. Es ist mir ja eh egal. Es tut nicht weh, wenn meine Mutter zugibt mich nicht zu liebe.
Es tut nicht weh, immer nur die zweite, dritte oder überhaupt keine Geige zu spielen.
Es tut nicht weh, wenn mein angeblich bester Freund sich nie bei mir meldet. Geschweige denn von dem weiblichen Gegenstück.
Es tut nicht weh, dass sich nur ein Mensch aktiv an meinem Gefühlsleben beteiligt.
Es tut nicht weh, weil keine Hoffnung mehr sprießt, die zerstört werden kann. Weil ich es geschafft habe, meine Gefühle vollkommen aussterben zu lassen und meine Rolle ausführe.
Dennoch kann ich es nicht leugnen. Ich kann die Rolle nicht spielen, weil es keinen antrieb gibt. Ich spiele sie miserabel. Warum soll ich perfekt sein, wenn es mir egal ist wenn ich unperfekt bin? Warum soll ich in die Schule gehen, wenn ich nicht vorhabe lange zu leben?
Ich weiß es nicht.
Aber ich lache aus reflex, verlasse mein Zimmer mit einem Lächeln, auch wenn ich weiß das Keiner zuhause ist. Gebe Ratschläge weiter, wie man das Leben meistern soll und bekomm es selbst nicht hin.
Ich bin ein Paradox, unbrauchbar und hinterhältig.
Ein Psychopat mit einer gespaltenen Persönlichkeit?
Mir ist nicht mehr zu helfen. Als ich hilfe wollte, hat sie mir keiner gegeben. Als ich danach schrie, als ich weinte und verzweifelte.
Alle die mir nicht geholfen haben, obwohl sie wussten was mit mir passiert, sie sind alle Schuld. Es gibt nur eine Handvoll Menschen, die mir scheinbar helfen wollten. Danke. Auch wenn es nur Ihr Job wahr.

Ich habe noch nie so viel geschrieben...
Ich will nicht Highlighten, der Text hat es nicht verdient.
Annie

26.4.11 18:32
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Kisara (28.4.11 21:04)
Konichiwa.
Ich weis nicht ob ich verklemmt bin - nein ich bin verklemmt - aber ich finde es immer wieder.. mutig sein ganzes Leiden im Internet auszusprechen. Ich mein.. man weis nie wer es liest.. Ich fresse es immer in mich rein.
Was ich sagen will ist: Es geht nicht nur dir so. Auch wenn hier (Deutschland) alles in Ordnung ist/sein sollte, leben wir in einer schwierigen Zeit. Vor allem seelisch schwierig. Vieles was du da ansprichst (nicht die Situation - aber die Gefühle) hatte ich auch mal. Nicht nur einmal. Es gibt immer wieder Phasen wo ich merke es fängt wieder an.. Nichts macht mehr Spaß, man handelt automatisch.. Es ist, wie du beschreibst, eine Rolle die man spielt, man handelt wie es erwartet wird.
Aber eigentlich wollte ich dich ja irgendwie trösten - doch nun finde ich keine Worte..
Es gibt immer jemanden bei dem eine Lücke entsteht, davon bin ich überzeugt.

Kuon ni
Kisara

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